Am 2. Mai 1945 kapi- tulierte Berlin, weitere Teilkapitulationen folgten am 4. Mai in Süd- und Nordwestdeutschland. 8. Mai 1945 - der zweite Weltkrieg ist zu Ende.
3. Mai 1971: Walter Ulbricht wird veranlaßt, aus "gesund- heitlichen Gründen" von der Funktion des Ersten Sekretärs des ZK der SED zurückzutre- ten. Sein Nachfolger wird Erich Honecker, ehem. Vorsitzender der FDJ, der die Abgrenzung nach Westen weiter voran- treiben soll ...
Lange vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs waren die Alliierten einig, dass die Verantwortlichen für die nationalsozialistische Herrschaft vor einem internationalen Gerichtshof im Namen der 1945 in Nachfolge des Völkerbundes entstandenen Vereinten Nationen zur Rechenschaft gezogen werden müssten. Die Be- strafung der "Hauptkriegsverbrecher" war im November 1943 angekündigt worden. Das Gerichtsstatut wurde im August 1945 veröffentlicht, die Tatbestände lauteten "Verschwörung gegen den Frieden", "Verbrechen gegen den Frieden", "Kriegsverbrechen", "Verbrechen gegen die Menschlichkeit". Dahinter verbargen sich Morde und Misshandlungen, Deportation zur Sklavenarbeit, Ver- folgung und Vernichtung von Menschenleben ...
Innenpolitische Probleme ergaben sich für die DDR vor allem aus den Folgewirkungen der Fülle von Vereinbarungen, die in den Jahren 1971 bis 1973 zwischen den beiden deutschen Staaten geschlossen wurden. So willkommen die internationale Aner- kennung war, die sich damit für die DDR verband - innerhalb eines Jahres nach Abschluss des Grund-
lagenvertrages nahmen 68 Länder diplomatische Beziehungen mit Ostberlin auf, außer- dem wurden beide deutschen Staaten Mitglieder der UNO -, so problematisch erschienen aus der Sicht der DDR-Führung deren innenpolitische Konsequenzen: Während beispielsweise 1970 nur etwa zwei Millionen Menschen aus der Bundesrepublik und Westberlin die DDR und Ostberlin besucht hatten, stieg diese Zahl bereits 1973 auf über acht Millionen an ...